FAQ

Hier finden Sie einige Antworten zu häufig gestellten Fragen zu neurologischen Bewegungsstörungen, ihrer Therapie, den Weg zu Experten und warum es wichtig ist, selbst aktiv zu werden. Und natürlich erfahren Sie, wie Ihnen IAB dabei helfen kann.

 

Was sind neurologische Bewegungsstörungen?

Bewegungsstörungen umfassen etwa ein Fünftel der gesamten Neurologie und stellen damit einen der Hauptbereiche dieses Faches dar. Die häufigsten Bewegungsstörungen sind Parkinson-Syndrome, Dystonien, Spastik, Zerebralparese und Tremor. Seltenere Bewegungsstörungen sind Tics, Chorea und psychogene Bewegungsstörungen. Die Häufigkeit der Bewegungsstörungen in der Gesellschaft nimmt zu, da viele dieser Krankheiten altersgebunden sind.

Eine der wichtigsten Aktivitäten von IAB ist es, neurologische Bewegungsstörungen bei den ärztlichen und nicht-ärztlichen Therapeuten und in der Gesellschaft bekannt zu machen.

 

Was sind die wichtigsten Therapieansätze bei Bewegungsstörungen?

Die Behandlungsmöglichkeiten von Bewegungsstörungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Bei Parkinson-Syndromen hat die klassische Medikamententherapie deutliche Fortschritte gemacht. Daneben sind die Tiefe Hirnstimulation, die Duodopa-Therapie und die Apomorphin-Therapie entwickelt worden. Bei Dystonie sind entscheidende Fortschritte durch die Botulinumtoxin-Therapie erzielt worden. Auch hier und beim Tremor bietet die Tiefe Hirnstimulation zusätzliche Therapiemöglichkeiten.

Aufgabe von IAB ist es, das Wissen über die vielfältigen neuen Therapieoptionen bekannt zu machen.

 

Welche weiteren Therapien gibt es?

Komplementäre Therapien sind Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und in schwereren Fällen auch eine spezielle Pflege. Wie bei allen chronischen Erkrankungen werden natürlich auch bei Bewegungsstörungen viele unterschiedliche nicht geprüfte Therapien angeboten. Einige davon können sinnvoll sein, andere sind spekulativ und nutzen den Leidensdruck und die Unwissenheit der Patienten und ihrer Angehörigen finanziell aus.

IAB gibt hier Hinweise und Informationen.

 

Ist es sinnvoll, sich als Patient oder Angehöriger bei der Therapieplanung einzubringen?

Eine aktive Rolle bei der Therapieplanung und der Therapiedurchführung ist für den Erfolg der Therapie entscheidend wichtig. Der Patient muss den Therapieansatz verstehen, muss die Therapiedurchführung unterstützen und entscheidende Rückmeldungen an den Therapeuten geben. Ohne ein Grundverständnis des Therapieansatzes ist eine ausreichende Motivation des Patienten nicht zu erreichen.

IAB bietet Edukation für Patienten und Angehörige durch seine Website, durch Publikationen, Regionaltreffen und durch die Veranstaltungen der IAB Akademie.

 

Was sind die Herausforderungen bei der Therapie der Bewegungsstörungen?

Viele der neuen Therapien sind komplex. Sie müssen durch Spezialisten durchgeführt werden. Gleichzeitig wird die unabhängige Beratung des Patienten immer wichtiger, um die für den Einzelfall und das Krankheitsstadium optimale Therapie auszuwählen. Da Bewegungsstörungen fast immer chronisch verlaufen und Heilung bislang fast nie zu erreichen ist, müssen diese Therapien langfristig geplant werden und die Beiträge vieler paralleler Therapieansätze kombiniert werden. Besonders wichtig ist daher ein gut eingespieltes und gut koordiniertes Therapeutenteam. Dieses schließt neben ärztlichen auch nicht-ärztliche Therapeuten ein. Eine optimale Therapie sollte daher multimodal (d.h. eine Kombination vieler Therapieansätze) und interdisziplinär (d.h. eine Zusammenarbeit vieler Therapeuten) sein.

IAB will besonders den interdisziplinären und multimodalen Ansatz bei der Therapie der Bewegungsstörungen fördern.

 

Wie trägt IAB zur Verbesserung der Behandlung von Bewegungsstörungen bei?

IAB ist eine Plattform für alle Themen dar, die mit Bewegungsstörungen zu tun haben. IAB bietet Ausbildung für ärztliche und nicht-ärztliche Therapeuten, sowie für Patienten und Angehörige. Dazu finden regelmäßige Regionalgruppen-Treffen, aber auch unterschiedliche Veranstaltungsformate statt. Neu ist die IAB Akademie, die zertifizierte Ausbildungen insbesondere für nicht-ärztliche Therapeuten anbietet. An den Veranstaltungen der IAB Akademie können in bestimmten Fällen auch Patienten und Angehörige teilnehmen. IAB bietet Kommunikation für alle, die an Bewegungsstörungen interessiert sind. Zentrum dieser Kommunikation ist die IAB-Website unter www.iabnetz.de. Auf dieser Website finden sich Verzeichnisse von Therapeuten und Ärzten, die besondere Kenntnisse über Bewegungsstörungen besitzen. Daneben finden sich Links zu nationalen und internationalen Selbsthilfeorganisationen und Vereinigungen, die in diesem Bereich aktiv sind. IAB stellt Öffentlichkeit her, indem aktuelle Themen aus dem Bereich der Bewegungsstörungen aufgegriffen und behandelt werden.

IAB bietet auch zahlreiche Materialien and, die der Ausbildung der Therapeuten dienen, die spezielle Therapien begleiten und monitoren und die Patienten und ihre Angehörige aufklären. Besonders erfolgreich sind die Konsensus-Statements, die sich wissenschaftlich mit besonderen Themen beschäftigen und internationale Standards bei der Therapie von Bewegungsstörungen setzen.

 

Wie kann ich erkennen, ob ich an einer neurologischen Bewegungsstörung leide?

Neurologische Bewegungsstörungen können sich durch Überbewegungen äußern. Dies können anhaltende Muskelverkrampfungen, kurze ruckartige Muskelzuckungen, komplexe Bewegungsmuster, wellenförmige Muskelverkrampfungen, die durch äußere Reize ausgelöst sind, oder ein Tremor sein. Häufig lösen die Muskelüberaktivitäten Schmerzen aus. Neurologische Bewegungsstörungen können sich aber durch Minderbewegungen auffallen. Dabei sind die Bewegungen des Patienten spärlich und sparsam, verlangsamt und steif.

Informationen über neurologische Bewegungsstörungen finden sich auf der Website und in den verschiedenen Publikationen von IAB. Weitere hilfreiche Informationen werden auch bei den Treffen der IAB-Regionalgruppen und bei den Veranstaltungen der IAB Akademie ausgetauscht.

 

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