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Professor Dressler tritt in den Ruhestand als Leiter des Bereichs Bewegungsstörungen der Medizinischen Hochschule Hannover

Professor Dr. Dr. Dirk Dressler wird Ende September als Leiter des Bereichs Bewegungsstörungen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in den Ruhestand gehen.

Professor Dressler wurde 2008 als bundesweit erster Professor für Bewegungsstörungen nach Hannover berufen, um dort den Bereich Bewegungsstörungen zu gründen.

Seine Berufung fiel in die Zeit, in der Bewegungsstörungen international als einer der wesentlichen Bereiche der Neurologie anerkannt wurden und sich als eigenständiges Fachgebiet innerhalb der Neurologie etablierten. Diese Entwicklung wurde durch ganz wesentliche Durchbrüche wie die Erarbeitung des Dystoniekonzepts, die Einführung der Botulinumtoxin-Therapie und die Etablierung der Tiefen Hirnstimulation vorangetrieben, an denen Dressler jeweils maßgeblich beteiligt war. ‚Ich begreife es als Glücksfall, dass die MHH und insbesondere der damalige Leiter der Neurologie, Professor Dengler, die Idee eines Bewegungsstörungszentrums sofort aufgegriffen haben. Damit konnten wir Hannover als eines der weltweit aktivsten Zentren in diesem Bereich etablieren‘. In der Corona-Krise und aufgrund von Veränderungen an der MHH verlagerte Dressler seine Aktivitäten später zunehmend ins Ausland, insbesondere nach Asien. ‚China, Korea und Indien sind heute die Regionen, in denen wissenschaftlicher Fortschritt stattfindet – auch in der Neurologie. Europa und insbesondere Deutschland haben in den letzten 10 bis 15 Jahren erheblich an internationalem wissenschaftlichem Gewicht verloren‘, so Dressler.

Ab Oktober wird Dressler seine ärztlichen Aufgaben am International Neuroscience Institute (INI) in Hannover und in seiner Privatpraxis in Hamburg fortsetzen. Daneben wird er operative Funktionen bei WisperBio übernehmen, einem von ihm mitgegründeten pharmazeutischen Biotech Startup in den USA. ‚Und nebenbei haben wir gerade ein größeres Investitionsprogramm auf unserer Farm in der Toskana angeschoben. Jeder Abschied ist immer auch ein Neuanfang‘, so Dressler mit einem breiten Lächeln.