FÜRST DONNERSMARCK STIFTUNG WÜRDIGT SPASTIK-FORSCHUNG AN DER MHH

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Der hoch angesehene Forschungspreis der Fürst Donnersmarck-Stiftung geht in diesem Jahr an die MHH. Mit dem Preis wird die Arbeit von Frau Heidrun Pickenbrock, MSc im Bereich Bewegungsstörungen unter Leitung von Professor Dirk Dressler ausgezeichnet. In einem bundesweit einmaligen Projekt hat Frau Pickenbrock den Einfluss der von ihr entwickelten speziellen Lagerungstechnik auf die Spastik und auf andere Vitalparameter bei schwerkranken bettlägerigen Patienten untersucht. Nachdem die Ergebnisse dieser Studie bereits im Frühjahr im Deutschen Ärzteblatt für Aufsehen gesorgt hatten, folgte jetzt die Preisverleihung. ‚Über viele Jahre wurde die Spastik in der akuten Neurologie und in der neurologischen Forschung vernachlässigt‘, so Professor Dressler. ‚Wir betrachten Spastik als einen wichtigen Teil der Bewegungsstörungen. Deswegen haben wir Frau Pickenbrock mit ihrer langjährigen Expertise vor 5 Jahren an die MHH geholt. Hier hat sie als Physiotherapeutin entscheidend am Aufbau der interdisziplinären Spastiktherapie mitgearbeitet und uns in der bundesweiten Initiative ‚IAB – Interdisziplinärer Arbeitskreis Bewegungsstörungen‘ bestens vernetzt.‘ Frau Pickenbrock bringt die Ergebnisse der jetzt ausgezeichneten Studie in eine MHH-Promotion zur Doktorin der Humanbiologie (Dr. rer. biol. hum.) ein. ‚Wir sind sehr stolz, den interdisziplinären Therapieansatz, den wir mit IAB bundesweit verfolgen, auch hier vor Ort an der MHH umsetzen zu können‘, so ihr Promotionsbetreuer Prof. Dressler.

Jährlich erleiden bundesweit rund 270.000 Menschen schwere Erkrankungen des Zentralnervensystems. Um die Versorgungsforschung für diese Patienten zu fördern, hat die Fürst Donnersmarck-Stiftung, die 1916 von Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck eingerichtet wurde, einen bundesweit einmaligen Forschungspreis ausgelobt. Mit dem Preis möchte sie die Entwicklung wirkungsvoller Methoden und Therapien fördern.

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